Nachlese

Low Stress High Efficiency Leadership

Führen mit der Neuen Autorität

Menschenführung in hierarchischen Organisationen bringt besondere Chancen, aber auch besondere Belastungen mit sich. Diese erhöhen den Stresslevel – entweder den der Geführten oder der Führungskräfte.

In dieser Seminarreihe geht es um Senkung der Belastung aller Beteiligten bei gleichzeitiger Sicherung der Effizienz – auch im Sinne der betrieblichen Gesundheitsförderung ein Thema.

Dieser belastungsreduzierende Führungsstil bedeutet:

Klarheit geht vor Harmonie:
Stress in der Führung hat sehr oft etwas mit mangelnder Klarheit zu tun. Entweder bei der Führungskraft oder bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Unklarheit macht unsicher, Unsicherheit löst Emotionen aus, die Emotionen wiederum begünstigen Verhaltensweisen, die dann die Abläufe in der Führungskette behindern.
Daher gilt es seitens der Führung, zunächst für Klarheit darüber zu sorgen, was verlangt ist, was zu tun ist, wer was macht, was geht (Handlungsspielraum) und was nicht (Gesetzeslage, Ressourcengrenzen) usw.

Emotion geht vor Information:
Angesichts der hinderlichen Verhaltensweisen und spürbarer (nicht unbedingt sichtbarer) Emotionen wie Angst, Ärger, Frust, Unsicherheit etc. hilft es nicht, sich auf die reine Sachlichkeit zu verlassen. Führungskräfte wie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden in ihrem Verhalten von ihren Emotionen (mit-)geleitet und es mag zwar zu einem Ergebnis führen, die Lage rein sachlich anzugehen – dies aber oft um den Preis einer Verstimmung zwischen oben und unten.
Daher führt an den Emotionen im Spiel kein Weg vorbei. Sie gehören wahrgenommen und akzeptiert, um zurück zur Sache zu kommen.

Beziehung als Basis:
Diese Verstimmung bestimmt meist das Klima der nächsten Führungssituation – was von Anfang an die Führungsbelastung erhöhen kann.
Klarheit UND eine „gepflegte“ Arbeitsbeziehung schaffen die Basis für langfristig effizientes und entspanntes Führen und Arbeiten.

 

Die 7 Prinzipien der low stress high efficiency leadership:

 

1. PRÄSENZ & WACHSAME SORGE der Führung 

2. SELBSTKONTROLLE & ESKALATIONSVORBEUGUNG durch Wahrnehmen und richtigen Umgang mit vorhandenen Emotionen 

3. UNTERSTÜTZUNGSNETZWERKE & BÜNDNISSE zur gemeinsamen Zielerreichung 

4. GEWALTLOSER WIDERSTAND gegen störendes Verhalten 

5. VERSÖHNUNG & BEZIEHUNG 

6. TRANSPARENZ und Nachvollziehbarkeit der Führung, um Klarheit zu schaffen 

7. WIEDER GUT MACHEN statt Suche nach der Schuld, wenn etwas schiefläuft 

Daraus ergeben sich gänzlich neue Verhaltensalternativen. Sie geben Führungskräften Sicherheit und Klarheit, den MitarbeiterInnen mehr Selbstverantwortung. Das ermöglicht höhere, stabilere Motivation bei weniger Störungen. (kooperative, agile Führung)

Vor allem sinkt für die Menschen die Notwendigkeit, aus dem Gefühl des Nichtverstandenwerdens und Überfahrenwerdens heraus Widerstand aufzubauen.

Das ist natürlich nicht Selbstzweck, sondern dient der verbesserten Zielerreichung durch das Gesamtteam.

Dahinter steht die sogenannte Neue Autorität als systemischer Ansatz, der Personen mit Führungsverantwortung stärkt und verankert und ihnen einfachere Mittel zur Durchsetzung ihrer Aufgaben in die Hand gibt. Das Konzept wurde ursprünglich von Prof. Haim Omer (Tel Aviv) entwickelt und von uns für die alltägliche Führungspraxis vor dem Hintergrund unserer Erfahrungen mit Unternehmen und Systemen weiterentwickelt.

Betrachten wir wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Burnout und seinen Ursachen, so begegnen uns die mangelnde Wertschätzung und Anerkennung seitens der Führungskraft regelmäßig als Auslöser (SHAPE Studie, BRD 2009).

Genau hier setzt die Basis der neuen Autorität an. Wir arbeiten mit den Führungskräften an deren HALTUNG den MA gegenüber. Wir vermitteln also nicht nur Techniken oder Kommunikationstricks, sondern setzen an der persönlichen Ebene an. MitarbeiterInnen wird mit Präsenz und Wertschätzung begegnet, ohne sie zu beleidigen, zu demütigen oder ihnen zu drohen.

Führungskräfte bewegen sich mit Hilfe dieser neuen Haltung weg vom üblichen Kampf und hin zu einer fruchtbaren Beziehung zwischen MitarbeiterInnen und deren Führungskräfte. Erwerben Führungskräfte diese Fähigkeit(en), können MA zerstörerische Muster und destruktives Verhalten leichter aufgeben und eine freudvolle Hinwendung zum Arbeitsprozess entwickeln, was sich selbsterklärend sofort auf das Unternehmen positiv auswirkt.

Zusammenfassung: Die "Neue Autorität" setzt bei der Entwicklung und Wiederherstellung der persönlichen und professionellen Präsenz der Führungspersonen an.

Ziel ist, sie zu befähigen, in ihrem Arbeitsalltag respektvoll, achtsam, mit Begeisterung und gewaltfrei präsent zu sein und ihre Aufgaben verantwortungsvoll wahrzunehmen.

Dauer (Beispiel, je nach Vorkenntnissen/-erfahrungen):

Einführungseminar                                       2 Tage

Praxisseminar                                                2 Tage

Festigungsseminar                                        2 Tage

Festigung und Follow Up                               ½ Tag (auch online möglich)


Zielgruppe:

Führungskräfte mit und ohne Disziplinarverantwortung, ProjektmanagerInnen, VertriebsleiterInnen, Produktionsführungskräfte, Stabsstellen; Linienvorgesetzte,

Führungskräfte im CHANGE-Prozess, alle Erfahrungsstufen.

 

Ihr Nutzen:

Gewinnen Sie Souveränität in Ihrer Führungsrolle

Reduzieren Sie Häufigkeit, Intensität und Schadenspotenziale von Konflikten mit und unter MitarbeiterInnen

Verändern Sie Ihr Arbeitsklima

Ersetzen Sie Zwänge durch Motivation, halten Sie dem MÜSSEN das WOLLEN der MitarbeiterInnen entgegen

Ersetzen Sie Zwang und Harmonisierungsfallen durch KLARHEIT

 

Inhalte:

·             Mein eigenes Führungsmodell – Reflexion und SWOT-Analyse

·             Konsequenzen klassischer, tw. zwangsbasierter Führungsmodelle

·             Bedürfnisse von Menschen am Arbeitsplatz und ihre Bewältigungsstrategien

·             Präsenz statt Distanz – Verhalten und Kommunikationstechniken

·             Selbstkontrolle statt Kontrolle – Umgang mit Emotionen eigenen und fremden

·             Wachsame Selbstfürsorge

·             „WIR“ statt Hierarchie (ich und die Menschen darunter) – Führen durch Einbinden in Entscheidungsprozesse

·             Vorbeugung gegen Eskalation statt Vergeltungspflicht & Sanktion – Klares Ansprechen potenzieller Störfaktoren will gelernt sein!

·             Transparenz statt Immunität gegen Kritik (von unten) – Führen wie ein Leuchtfeuer, nicht wie ein U-Boot

·             Führen im Netzwerk

·             Beharrlichkeit (IMMER) statt Dringlichkeit (JETZT!)

·             Grundlagen der effizienten Führungskommunikation

·             Der richtige Führungsstil

·             Chefsache Motivation und Demotivation

·             Gesprächstechniken zu Kritik, Anerkennung, Problemlösung, Zielvereinbarung, Remotivation

 

Geführte Reflexionen, Diskussion, Inputs, praktische Übungen, Feedbacks, spezielle Nachhaltigkeits- und Transferprogramme


Kurz- Übersicht der Beiträge


  • Klarheit in der Führung - DAS Wunderding... Ich behaupte: stoßen Sie in einem Führungsgespräch auf Widerstand, sind unvermittelt mit seltsamen Reaktionen konfrontiert oder haben einfach das Gefühl, "anzustehen", liegt das an fehlender Klarheit.Fehlender Klarheit in Ihrem ...
    Veröffentlicht um 17.03.2020, 10:34 von Michael Bayer
  • Macht oder Stärke? Ein etwas anderer Ansatz der Menschenführung Wie führen Sie Ihre MitarbeiterInnen?Distanziert? Hierarchisch? Darauf bedacht, alles unter Kontrolle zu haben, sich immer durchzusetzen? Notfalls auch mit Druck und Zwang?Oder beharrlich, transparent, aufmerksam, erreichbar, selbstkontrolliert? Mit ...
    Veröffentlicht um 07.09.2017, 02:29 von Michael Bayer
  • Die Neue Autorität in der Führung Beim Begriff der neuen Autorität geht es darum, klassische Durchsetzungsmechanismen in der Führung durch völlig neue Ansätze (in der Führungs-Rolle) zu ersetzen. Im Grunde geht es um Proaktives Führungsverhalten ...
    Veröffentlicht um 05.08.2015, 05:54 von Michael Bayer
  • BURN OUT Prävention und Prophylaxe sind Führungsaufgaben! Burn Outist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Auslöser für innerbetriebliche Fehlzeiten geworden. Prävention, Erkennen von und Umgang mit Burn Out sind angesichts des hohen Schadenspotenziales eine ...
    Veröffentlicht um 04.04.2013, 13:46 von Michael Bayer
  • Führung braucht Macht - Macht braucht Kontrolle! Machtvoll durchsetzen - effizient führenFühren bedeutet, Einfluss auf das Verhalten der MitarbeiterInnen zu nehmen. Das versuchen Führungskräfte auf vielen Wegen, von autoritär bis laissez-faire reicht der Handlungsbogen. Viele ChefInnen ...
    Veröffentlicht um 04.04.2013, 13:44 von Michael Bayer
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Klarheit in der Führung - DAS Wunderding...

veröffentlicht um 09.03.2018, 07:25 von Michael Bayer   [ aktualisiert: 17.03.2020, 10:34 ]

Ich behaupte: stoßen Sie in einem Führungsgespräch auf Widerstand, sind unvermittelt mit seltsamen Reaktionen konfrontiert oder haben einfach das Gefühl, "anzustehen", liegt das an fehlender Klarheit.
Fehlender Klarheit in Ihrem Kopf (Was ist mein Ziel, mein Nicht-Ziel für dieses Gespräch?).
Fehlender Klarheit über das, was möglich ist und was nicht, was hinzunehmen ist und was veränderbar ist (Rahmenbedingungen).
Fehlender Klarheit darüber, wie Sie und Ihre Mitarbeiter_in gerade zueinander stehen (Unklare Arbeitsbeziehung).

Daran liegt es fast immer. Und nicht an unflexiblen, bockigen, demotivierten, unwilligen oder gar faulen Mitarbeiter_innen.

Daher: schaffen Sie zuerst glasklare Verhältnisse. Legen Sie Ihre Karten auf den Tisch, lassen Sie Ihre Leute nicht raten, vermuten und interpretieren.

Sagen Sie, WARUM etwas so und nicht anders sein muss.  Binden Sie die Mitarbeiter_innen ein, wenn es darum geht, den Weg zu diesen, oft unverrückbaren, Zielen festzulegen.

Sie werden merken, dass klare, beziehungsorientierte Führung viel effektiver und für alle - also auch Sie selbst - viel einfacher und weniger belastend funktioniert, als wenn Sie sich auf die Unflexiblen, Bockigen usw.usw. konzentrieren.

Wie das geht? Elegant, energiesparend, souverän?
Raten Sie mal, wo Sie das lernen können ;) ...

Macht oder Stärke? Ein etwas anderer Ansatz der Menschenführung

veröffentlicht um 07.09.2017, 02:29 von Michael Bayer

Wie führen Sie Ihre MitarbeiterInnen?

Distanziert? Hierarchisch? Darauf bedacht, alles unter Kontrolle zu haben, sich immer durchzusetzen? Notfalls auch mit Druck und Zwang?

Oder beharrlich, transparent, aufmerksam, erreichbar, selbstkontrolliert? Mit einem wachsamen Auge auf die Stimmungen Ihre MitarbeiterInnen?
Klar? Nachvollziehbar?

Und: wie sehr fühlen Sie sich als Führungskraft von Ihren MitarbeiterInnen angenommen? Respektiert? Gehen Ihre Leute mit Ihnen angstfrei um?

Wie reagieren Ihre MitarbeiterInnen auf Kontrolle? Auf Kritik? Auf Anerkennung?

Fragen über Fragen, und das sind nur einige Beispiele.

Denken Sie Ihre Autorität NEU. Stützen Sie sich und Ihre MitarbeiterInnen auf die 7 Säulen der neuen Autorität:

  1. Setzen Sie Ihre WACHSAME SORGE und Ihre PRÄSENZ, anstatt distanziert zu bleiben
  2. Ergänzen Sie die Kontrolle, die Sie ausüben (müssen), um Ihre eigene SELBSTKONTROLLE(Emotionen!)
  3. VERNETZEN Sie sich mit Ihren MitarbeiterInnen (kooperative Führung im besten Sinne des Wortes)
  4. Wenn Sie die Selbstkontrolle schaffen, dann schaffen Sie im Fall des Falles auch die DEESKALATION (auch präventiv) statt der Eskalation.
  5. Statt an disziplinäre Maßnahmen zu denken, setzen Sie auf (inhaltliche und emotionale) WIEDERGUTMACHUNG und VERSÖHNUNG
  6. Statt sich abzuschotten gegen Ihre MitarbeiterInnen, seien Sie TRANSPARENT und NACHVOLLZIEHBAR
  7. Ersetzen Sie Dringlichkeitt (sofort, nie wieder, JETZT) durch BEHARRLICHKEIT und bleiben Sie geduldig dran.
Und dann sind da noch die ewigen Gesetze der Führungskommunikation:
KLARHEIT kommt vor HARMONIE
EMOTION geht immer vor INFORMATION
Ohne saubere BEZIEHUNG geht nix.

Liest sich so einfach, nicht wahr?

Dahinter steckt viel Arbeit, natürlich. An meiner Haltung als Führungskraft, an meinen Worten, an meinem Mut, auch unklar, unangenehme Dinge klar auszusprechen und, nicht zuletzt, die manchmal unangenehmen Reaktionen der MitarbeiterInnen auszuhalten.

Der Lohn? Einmal umgesetzt, wird Ihre Führungsarbeit sich verändern.
Leichter.
Effizienter und effektiver.
Konfliktärmer.
Klarer.
Fröhlicher.

Was tun?

Natürlich bieten wir Ihnen und Ihren Führungskräften dazu eine fundierte, zig-fach praxiserprobte Seminarreihe dazu an.

Info unter bayer@mba-training.at oder +43 676 737 99 36

Just ask.

Die Neue Autorität in der Führung

veröffentlicht um 12.05.2013, 06:57 von Michael Bayer   [ aktualisiert: 05.08.2015, 05:54 ]

Beim Begriff der neuen Autorität geht es darum, klassische Durchsetzungsmechanismen in der Führung durch völlig neue Ansätze (in der Führungs-Rolle) zu ersetzen.

Im Grunde geht es um Proaktives Führungsverhalten, das viele Alltagsstörungen in Arbeitsgruppen entweder unnötig oder sinnlos für die „Störer“ macht, daher bleiben sie aus.

Neue Autorität bedeutet also

Präsenz und aktive Beziehungsgestaltung

hilft
gegen

Furcht & Distanz

Selbstkontrolle

ergänzt

Kontrolle

„WIR“

ersetzt

Hierarchie (ich und
die Menschen darunter)

Vorbeugung gegen Eskalation

befreit von

Vergeltungspflicht &
Sanktion

Transparenz

statt

Immunität gegen
Kritik (von unten)

Beharrlichkeit (IMMER)

ersetzt

Dringlichkeit (JETZT!)

 

 

BURN OUT Prävention und Prophylaxe sind Führungsaufgaben!

veröffentlicht um 30.03.2013, 00:53 von Michael Bayer   [ aktualisiert: 04.04.2013, 13:46 ]

Burn Out

ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Auslöser für innerbetriebliche Fehlzeiten geworden. Prävention, Erkennen von und Umgang mit Burn Out sind angesichts des hohen Schadenspotenziales eine Führungsaufgabe ersten Ranges.
  • Welche Führungsmaßnahmen sind geeignet, das Burn Out Risiko in Ihrem Verantwortungsbereich signifikant zu senken?
  • Wie unterscheiden Sie zwischen Burn Out und Motivationsdefiziten Ihrer MitarbeiterInnen?
  • Was ist jeweils die richtige Vorgangsweise?

Führung braucht Macht - Macht braucht Kontrolle!

veröffentlicht um 30.03.2013, 00:52 von Michael Bayer   [ aktualisiert: 04.04.2013, 13:44 ]

Machtvoll durchsetzen - effizient führen

Führen bedeutet, Einfluss auf das Verhalten der MitarbeiterInnen zu nehmen. Das versuchen Führungskräfte auf vielen Wegen, von autoritär bis laissez-faire reicht der Handlungsbogen. Viele ChefInnen werfen die ganze Macht ihrer Position mit in die Waagschale. Etwa, damit keiner zurückredet? Weil sie sich damit sicherer fühlen? Aber zwischen mächtig tun und mächtig sein liegen Welten…
  • Welche Führungsinstrumente machen "mächtig"?
  • Wie können Sie führen, ohne ständig „mächtig“ sein zu müssen?
  • Wo liegt der Unterschied zwischen Machtkommunikation, Beziehungskommunikation und Leistungskommunikation?
  • Wie setze ich das Führungsgespräch richtig ein?
  • Welche Techniken und Wirkfaktoren des Führungsgespräches gibt es?
  • Wie geht das: Arbeiten und Führen mit Macht? Ohne Macht?

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